Herzlich willkommen.

Ich heiße Miryam Kirschner

Schon seit frühem Kindheitsalter begeister ich mich für Musik. Meinen Ausdruck fand ich zum ersten mal im Tanzen, vor allem aber im Singen gewann ich, wenn ich traurig war, neue Kraft. Im Ausdruckstanz konnte ich in eine andere Welt abtauchen, die mir neue Energie und Lebensfreude gab. In der Theater- und Musical AG entwickelte ich zudem als anfangs noch schüchternes Mädchen meine Liebe zum Schauspiel, was mir dazu verhalf mehr Selbstbewusstsein zu entwickeln und das, was schon da war schließlich mit Hingabe für das Theater zu leben. Die Bühne war für mich auch ein Schlupfwinkel wo ich Sorgen und unentwegte Fragen über die Welt vergessen konnte - die idealste Möglichkeit abzuschalten und trotzdem im Hier und Jetzt zu sein, im Moment zu leben - hierbei denke ich vor allem auch gern an meine Erfahrung, die mich gelehrt hat andere Menschen zum Lachen zu bringen. Als Schauspieler kann man sich der Beziehungen in den Rollen untereinander und ihrer Motive für jedweiliges Verhalten sicher sein. Im realen Leben ist es oft nicht so. Dieser Aspekt und die Freude in andere Rollen zu schlüpfen war für mich auch ein Grund mein Hobby zur Berufung zu machen. Trotz allem war mein Weg vorerst ein anderer. Da ich vieles besser machen wollte, als ich es in meinem Umfeld erlebt hatte, ich Kinder liebe und der Mensch bei mir immer im Vordergrund stand, entschied ich mich nach meinem Abitur für eine Ausbildung zur Kindergärtnerin. Diese Lehre stärkte mich innerlich sehr. Nachdem ich nun etwas Bodenständiges abgeschlossen hatte und meine Leidenschaft auf der Bühne stehen zu wollen im Rahmen meiner Ausbildung unbändig neu entfacht wurde, wusste ich, ich muss Schauspielerin werden und durchlief somit eine entsprechende Ausbildung, die ich mit dem Ein-Personen-Stück "Unterwegs mit Lola Blau", frei nach Georg Kreisler absolvierte. Es folgten Auftritte in der ufaFabrik und in der freien Szene bundesweit. In Durststrecken arbeitete ich als Straßensozialarbeiterin, in der Vorschule und auch ein wenig in der Familienhilfe. Die Tatsache, dass Freunde und Kollegen mit ihren Fragen auf mich zukamen und mein großes Bedürfnis Menschen, die in psychischer Not sind, zu helfen weckte mein Interesse mich weiterzubilden, so dass ich eine Qualifikation als Genesungsbegleiterin ableistete. Seit den Praktikas in einer Tagesklinik der Charité und bei Pinel, wo ich unterstützend eine Gruppe in Theaterimprovisation leitete, arbeite ich nun mit Menschen, die psychisch beeinträchtigt sind. Meine freie Zeit verbringe ich manchmal mit Schreiben. In der Ruhe mit Worten zu phantasieren bedeutet für mich die schönste innere Einkehr. Auch meine Herzensangelegenheit weiterhin Musik zu machen habe ich nicht aufgegeben. Im Dokumentartheater verfolgte ich die Intention auf politische, gesellschaftliche und ökologische Missstände aufmerksam zu machen, in der Hoffnung, etwas zu bewegen und somit für eine bessere Welt zu kämpfen, die ich uns alle wünsche. Fragen Sie sich wie alt ich bin? Im Herzen bleibt man immer jung.